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Neuigkeiten an der HLA

Die E-Klassen feiern zusammen mit Herrn Schneider und den Geschichtslehrern 70 Jahre Grundgesetz

Die Schüler/innen der E-Klassen beschäftigten sich im GGK Unterricht mit der Geschichte und den Vorzügen unseres Grundgesetzes und fertigten für eine kleine Austellung in der Aula Plakate an. Am Freitag vor den Ferien fand dann eine kleine, nachträgliche Feierstunde anlässlich des Geburtstages unseres Grundgesetzes im Mai statt. Unser Kollege Dr. Patrik Schneider widmete die folgenden Worte seiner gerade geborenen Enkelin Marie und allen Erdenbürger. Hier ein kleiner Auszug aus der Rede.

70 Jahre Grundgesetz – für Marie

Ein Waffenstillstand allein, so war denen klar, schafft noch lange keinen Frieden. Das lässt sich zumindest aus den beiden Katastrophen des 20. Jahrhunderts lernen. Das Schweigen der Waffen genügt nicht. Zum Frieden gehört eine politische Haltung.

Nach dem Ersten Weltkrieg galt der Grundsatz: Die Nation ist unantastbar. Der Kriegs- und Zerstörungsmythos wurde gefüttert und genährt: durch die Dolchstoßlegende, durch gekränkte Ehre; durch Legenden vom Vaterlandsverräter, durch angeblich verletzten Nationalstolz- erkauft mit den Reparationsleistungen. Das alles fütterte den nationalen Selbsterhaltungstrieb: die Mutter aller Kriegsverherrlichung. Ein Trieb, der, wie es Erich Fromm formulierte, in die „Katastrophilie“ führte: Die Liebe zum Morden, Töten und Verwüstung wuchs! Um der Selbsterhaltung willen war man bereit jede Katastrophe in Kauf zu nehmen. Daraus entwickelte sich nur 15 Jahre später der Nährboden für die nächste Katastrophe: dem III. Reich. Hier galt als Steigerung dann der Grundsatz: Die Rasse ist unantastbar. 12 Jahre hielt diese Maxime der Rasse und des Deutschtums dann… mit verheerender Bilanz! Und Katastrophe!

Erst nach über 70 Millionen Toten, der Bilanz der Urkatastrophen, wurden dann einige gescheit: die Väter und Mütter des Grundgesetzes legten die Basis für den Frieden in Europa mit einer neuen Meßlatte: den Menschenrechten. Der Präambel des Grundgesetzes. Dort steht in dicken Lettern die Meßlatte für andauernden Frieden: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Eine Vision, eine Utopie – gegen die täglich noch verstoßen wird. Aber sie brachte unserer Generation tatsächlich Lebensfülle! Über 70 Jahre Frieden nicht nur am Rhein! Ein Antikatastrophenprogramm! Stärker als der Kalte Krieg, mit seinem Potenzial zum Overkill.….

Die beste aller Vorstellungen war und ist offenbar die des Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Damit gelang und gelingt offenbar langanhaltender Frieden, der eben mehr ist als Waffenstillstand! Frieden baut auf andere Werte. Friede ist eine innere Haltung! Er lebt von Achtung und Wertschätzung. Das ist der Geist der Rede von der Unantastbarkeit der Würde des Menschen: des Anderen als auch meiner Eigenen! Und dafür stehen wir als Demokraten! Und die Schule ist der Ort, an dem diese Haltung, die „freiheitlich-demokratischen Grundhaltung“ genannt wird, einzuüben ist (vgl. §1 des Schulgesetzes).

So bleibt die Hoffnung, dass wir gemeinsam, Lehrer, Lehrerinnen, Schüler und Schülerinnen weitere lange Friedensdekaden nicht nur am Rhein geschenkt bekommen.

Und ich denke an meine Enkelin, die kleine Marie, die genau 8 Wochen alt ist und die in Fautenbach lebt. Sie steht stellvertretend für eine neue Generation, die ein Lebensrecht auf diese Welt hat. Dass wir diese Überzeugung nicht verlieren, sie uns vergegenwärtigen – dafür stehen wir gemeinsam, das verbindet Generationen: als Nutznießer einer über 70jährigen Friedensdekade. Dass es so bleibe – wünsche ich nicht nur der kleinen Marie!!!!

Bühl for Future, Greffern for Future, Fautenbach for Future, Europe for Future und world for Future!

 

 

 


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